Regelmäßig lasse ich meine Lieblings-KI ein Bild zu einem Manuskriptsausschnitt meines aktuellen Projekts generieren. Folgender Text hat die KI inspiriert:
Neben den Gebäuden erblickte Abel mehrere Stromgeneratoren, die über Rohre mit grauen Kunststofftanks verbunden waren. Treibstoffkanister lagerten unter einem Vordach. Ein Surren erklang von oben. Abel zuckte zusammen. Eine Drohne überflog ihn und stand einen Moment genau über ihm in der Luft. Trotz des Windes sorgten die sechs kreisförmig angeordneten Propeller für eine stabile Lage. Abel trat einen Schritt zurück. Was hatte das verdammte Ding vor? Doch dann verschwand die Drohne in einem Schlitz in einem fensterlosen, weiß gestrichenen Gebäude, das Abel an einen Lagerraum erinnerte.
Was bedeutet diese Drohne? Sicherheit? Oder Gefahr? Immer diese Ungewissheit …
Ganz sicher ist aber, dass wir die Herkunft der KI herausgefunden haben. Bei genauer Betrachtung des Bildes kann sie nur aus einer Karnevalshochburg kommen.
Ein etwas düsteres Bild? Nicht meine Schuld, denn ich hatte die KI gebeten, mir zu folgendem Textausschnitt meines aktuellen Projekts ein Bild zu generieren.
Floriac ging um die Ecke des Containers, Parker folgte ihm. Vor ihnen stand das, was Parker stolz als seine Kampfmaschine bezeichnete. Der Roboter maß nur etwa einen Meter sechzig. Auf zwei stämmigen Metallbeinen war ein rechteckiger Rumpf befestigt, der das Innenleben des Roboters verbarg. Die Computerhardware war gut geschützt, nahm jedoch nur einen kleinen Raum im Körper des Roboters ein. Der größte Teil bot Platz für Munition, die über Verbindungskanäle mit den Armen verbunden war. Dort waren auf der Oberseite rechts und links verschiedene großkalibrige Läufe angebracht, durch die der Roboter Munition auf Ziele abfeuern konnte. Feingliedrige Metallfinger bildeten den Abschluss der Arme. Auf dem Rumpf war mit einem Gelenk ein weiteres rechteckiges Gehäuse befestigt, in dem die Sinnesorgane integriert waren. Hochauflösende Kameras, sensible Mikrofone, Ultraschallsensoren und weitere Technologien, die den Roboter zu einem vielseitig einsetzbaren Kämpfer machten. Parker legte liebevoll seine Hand auf die Schulter des Roboters. »Phobos 3«, sagte er. »Mal sehen, wie du dich schlägst.«
Na gut, dass mit den feingliedrigen Metallfinger schenken wir uns. Und der restliche Hightech-Schnickschnack ist offenbar im roten Terminator-Auge versteckt. Ich finde, der Text ist nicht weniger furchteinflößend als das Bild.
Zum Fest gibt es von mir ein kleines Gedicht und von der KI ein Bild dazu.
Wir sagen euch an …
Wir sagen euch an den lieben Advent. Sehet, die erste Kerze brennt! Wir sagen euch an eine eisige Zeit, denn ich mache mich für einen Mord bereit. Freut euch ihr Gäste! Freuet euch sehr! Das Ende naht immer mehr!
Wir sagen euch an den lieben Advent. Sehet, die zweite Kerze brennt! Das Opfer habe ich ausgespäht. Es sieht so unschuldig aus und wohlgenährt. Freut euch zusammen! Freuet euch sehr! Doch mein eigenes Herz wird so schwer!
Wir sagen euch an den lieben Advent. Sehet, die dritte Kerze brennt! Ich schärfe das Beil, trainiere den Hieb. Ach, wenn doch nur alles wie immer blieb! Freut euch, Barbaren, freut euch nur sehr! Doch ich fühl mich einsam und leer!
Wir sagen euch an den lieben Advent. Sehet, die vierte Kerze brennt! Onkel Fritz zeigt mit Stolz seine Gänsefarm Und bietet mir Gans Gundi zum Schlachten an. Ihr freut euch, Familie, ihr freut euch so sehr! Das Blut an meinen Händen stört nicht euren Verzehr.
Er ist nun vorbei, der liebe Advent, und Weihnachten auch. Keine Kerze mehr brennt. Die Teller sind leer. Geschmeckt hat das Mahl. Und ich habe überwunden meine Seelenqual. Denn Gundi ist munter, pickt Körner im Hof. Ein Weihnachtsmenü ganz ohne Fleisch ist auch nicht doof!
Die Verse kann man auch auf die Melodie eines bekannten Weihnachtslieds singen, aber ich lehne jede Verantwortung für die Folgen ab.
Ich wünsche Euch ein schönes Weihnachtsfest und für das Jahr 2026 alles Gute!
Rund 60 Krimibegeisterte haben sich im Schutz der Dunkelheit zum Hospiz der Hermann-Josef-Stiftung in Erkelenz begeben und warten mit verschwörerischen Mienen auf die kommenden Ereignisse. Es geht um Betrug, Rache, Überfälle und Mord, aber auch um Weihnachten, Weihnachtsmänner und Weihnachtsengel.
Arnold Küsters, Kurt Lehmkuhl und ich lasen im liebevoll hergerichteten Veranstaltungsraum Kurzgeschichten für einen guten Zweck. Über 600 Euro brachte der Krimitag ein. Der Erlös wird der Arbeit des Hospizes in Erkelenz zugutekommen.
Ein herzliches Dankeschön an den Organisator Kurt Lehmkuhl, den Mitleser Arnold Küsters, die Veranstalter des Hospizes Erkelenz und die vielen Gäste des Krimitags.
Sie hasteten zum westlichen Klippenrand. Der Leuchtturm war ein viereckiger, mit roten Ziegelsteinen gemauerter Turm, der im Zweiten Weltkrieg als Flakturm genutzt und später mit einem runden Laternenhaus auf dem Dach erweitert worden war. Als sie sich dem Turm näherten, bemerkten sie, dass sie nicht die Ersten waren, die den Leuchtturm aufsuchen wollten. »Es brennt dort Licht«, rief Abel. »Wir sind nicht die Einzigen. Es ist schon vor uns jemand auf die Idee gekommen.« Tatsächlich sahen sie, dass in der zweiten Etage das Licht eingeschaltet war. Das Leuchtsignal des Turms war auch aktiv. Abel und Sato hasteten die Betonstufen zum Fuß des Leuchtturms hoch. Der Zugang in das Gebäude wurde durch eine Eisentür gesichert. Abel ergriff die Klinke und öffnete die Tür.
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Von Zeit zu Zeit füttere ich eine KI mit Textschnipseln aus meinem aktuellen Projekt und lasse sie ein schönes, stimmungsvolles Bild generieren. Doch Martinsstimmung kommt trotz Leuchtfeuer nicht auf.
Liegt es ander unheimlichen Atmosphäre? Am Wetter? An der unheimlichen Szenerie?
Oder ist es diese latente Furcht vor dem Unbekannten? Was könnte nur hinter der Tür lauern?
Wer weiß das schon?
Noch niemand, aber vielleicht öffnet sich das Türchen in der Adventszeit und offenbart eine vorweihnachtliche Überraschung …
Es ist zwar noch nicht Dezember, aber diesen Termin solltet ihr euch anstreichen. Am Donnerstag, dem 11. Dezember findet ab 19:30 Uhr in Erkelenz der Krimitag des Syndikats statt.
Arnold Küsters, Kurt Lehmkuhl und ich lesen im Hospiz Erkelenz Spannendes, Aufregendes, Dramatisches, vielleicht auch etwas Vorweihnachtliches (?), auf jeden Fall kriminell gute Geschichten.
Eigentlich ein idyllisches Foto, welches die KI generiert hat. Es strahlt Frieden und Ruhe aus. Aber weiß man, wie es im Inneren des Mannes aussieht? Hier ein Auszug aus dem ersten Kapitel meines aktuellen Projekts:
15. November
Boris Krasenkow taumelte über den mit roten Pflastersteinen angelegten Weg, der durch die Wiesen am Rand der Klippen entlanglief. Immer wieder drang ein Schluchzen durch seine Kehle. Er dachte an seine Familie, die er bereits mehrere Monate nicht gesehen hatte. Seine Frau Ekaterina und seine zwei Töchter. Er war so stolz auf sie. Sie sollten nach der Schule Musik studieren. Beide waren doch so begabte Violinistinnen. Aber es war alles sinnlos.
Boris Krasenkow hatte die Zukunft gesehen, die niemals Wirklichkeit werden durfte. Aber doch würde alles genau so geschehen. Er selbst hatte die Entwicklung in Gang gesetzt und nun gab es nichts mehr, was sie aufhalten würde.
Er verlangsamte seine Schritte. Er hatte die Klippen im Westen der Insel erreicht und blickte auf das Meer. Dort spiegelte sich die untergehende Sonne in der grauen Nordsee. Ein letztes Mal, dachte er. Er kletterte vorsichtig über die nur hüfthohe Mauer aus Beton.
Hinter sich hörte Krasenkow ein Sirren wie von einem aggressiven Insekt. Er wandte den Kopf.
Zwei kreisrunde, nur handtellergroße Drohnen schwebten wenige Meter hinter ihm und schienen, ihn zu beobachten.
Scheinbar ist die Szenerie doch nicht so friedvoll. Es verspricht, dramatisch zu werden…
Denn die Künstliche Intelligenz DALL-E lieferte das obige Bild von ‚ medizinischen Nanosonden in einem Plastikschlauch‘ und stützte sich dabei auf folgenden Textausschnitt aus meinem aktuellen Projekt:
Freeman legte sein Smartphone vorsichtig auf den Schreibtisch in seinem Büro. Madoka Sato hatte ihn gerade informiert, dass Gaia den Zugriff auf ihre innersten Systeme nicht mehr erlaubte. Außerdem gab es offensichtlich Saboteure auf der Insel. Drohte das komplette Chaos? Hatten sie die Kontrolle verloren? Freeman griff beiläufig einen vor ihm liegenden Brieföffner, ein Erbstück aus dem Nachlass seines Vaters. Gedankenverloren betrachtete er die angerostete Klinge. Die Stimme Gaias durchbrach die Stille seines Büros. »Ich habe die Entwicklung der Nanosonden vorangetrieben und insbesondere an der Außenhülle Modifikationen vorgenommen. Die Produktion der neuen Modelle hat bereits begonnen.« »Das klingt gut«, sagte Freeman und richtete sich auf. »Ich habe auf theoretischer Basis ein Verfahren entwickelt, welches die Nutzung der Sonden mit der Möglichkeit des Mind-Uploadings verbindet«, fuhr Gaia fort. »Du meinst, es ist möglich, unsere Erinnerungen mit den Nanosonden auszulesen?« »Die Nanosonden dienen als Verstärker. Sie scannen bestimmte Hirnregionen, verstärken sie und schicken sie an die Sensoren, die am Kopf angebracht sind. Auch der entgegengesetzte Weg ist möglich. Ich kann das Gehirn mit neuen Informationen versorgen.« »Ein komplettes Mind-Downloading und Mind-Uploading«, murmelte Freeman. »Zusätzlich zur Möglichkeit, zielgenau Demenzerkrankungen zu behandeln«. Freeman glaubte, ein wenig Stolz aus der Stimme von Gaia herauszuhören. Wenn das, was Gaia behauptet hatte, stimmte, dann war er gerettet. Er und seine Forschung. Er würde sein Lebenswerk fortführen. Und sein Wissen würde ewig bewahrt werden. »Wann kannst du es testen?«, fragte Freeman mit rauer Stimme. »Die Produktion der Nanosonden läuft planmäßig. In etwa einer Stunde bin ich bereit.« »Sechzig Minuten«, murmelte Freeman. »Ich benötige nur eine Person, die sich für einen Test zur Verfügung stellt«, sagte Gaia. Freeman erhob sich. »Ich mache es selbst.« »Sie werden hier benötigt. Ich habe einen anderen Vorschlag, wer als Testperson in Frage kommt.«
Ob das wohl gut geht?
Gaia scheint ja sehr von sich überzeugt zu sein, wer auch immer sie ist.
Sollte nicht ich die Versuchsperson sein, werde ich mich demnächst mit weiteren Infos bei euch melden.
Über 150 mutige Zuschauer versammelten sich Ende Juni und Anfang Juli an zwei besonderen Orten zu zwei besonderen Happenings. Ausgestattet mit Sitzgelegenheiten, Verpflegung und einer guten Portion Furchtlosigkeit fanden sie sich auf den alten Friedhöfen in Erkelenz und Wegberg zu besonderen Lesungen ein.
Krimis, (düster und heiter), Märchen, Musik und Texte zum Mitmachen boten abwechslungsreiche Unterhaltung. Ein durchdachtes Sicherheitskonzept garantierte, dass nach Ende der Veranstaltungen genauso viele Besucher die Friedhöfe verlassen wie sie zuvor auch betreten hatten.
In diesem Jahr unterhielten folgende Akteure die Zuschauer:
Brigitte Böckels Patrizia Portz Kurt Lehmkuhl René Wagner Stephan Michels
Vielen Dank insbesondere an die Organisatoren Kurt Lehmkuhl und René Wagner (https://dievorleser.de/).
Na? Was ist? Lust auf ein ganz besonderes Erlebnis? Du hast keine Angst vor der Dunkelheit? Deine Nerven sind aus Stahl? Und wetterfest bist Du auch?
Prima! Dann gibt es das ultimative Abenteuer für Dich.
Eine Lesung … nachts … auf einem Friedhof …
Ende Juni und Anfang Juli gibt es in Erkelenz und in Wegberg die Gelegenheit, spannende, lustige, nachdenkliche und gruselige Geschichten verschiedener Autorinnen und Autoren zu hören.
Hier die Termine:
Freitag, 27.06.2025, 22 Uhr in Erkelenz (Alter Friedhof, Brückstraße) mit Kurt Lehmkuhl, Marina Wagner, Brigitte Böckels, Rene Wagner, Patricia Portz und Stephan Michels (Vorverkauf Buchhandlung Viehausen)
Donnerstag, 03.07.2025, 20 Uhr in Wegberg (Alter Friedhof, Bahnhofstraße) mit Kurt Lehmkuhl, Rene Wagner, Stephan Michels u.a. (Vorverkauf Bestattungshaus Heiss)
Na? Bist Du dafür bereit?
Sitzgelegenheit, Verpflegung und gute Nerven bitte mitbringen!