#Tatort #Kontrollzentrum

Wer durch dieses Foto angelockt wurde, weil er dachte, es handele sich einen Räumungsverkauf beim Mediamarkt oder um die normale Ausstattung eines Onlinegamers, dem sage ich: „Herzlich willkommen und reingefallen!“

Ich habe DALL-E, eine Künstliche Intelligenz, die aus ein paar Stichwörtern Bilder generiert, mit ein paar Daten aus meinem aktuellen Schreibprojekt gefüttert:

„Der Kontrollraum lag im Herzen des Forschungszentrums. Er war ein runder Raum mit einem Durchmesser von etwa 50 Metern. An den Wänden hingen große Bildschirme, Arbeitsplätze mit Monitoren waren davor verteilt. Da der Raum das Zentrum des Gebäudes war, waren um ihn herum weitere Büroräume angeordnet, die die äußere Schicht des Bauwerks bildeten. Somit gab es keine Fenster, die den Blick nach draußen erlaubten.

Die Arbeitsplätze waren verlassen, nur ein großer Bildschirm war eingeschaltet, auf dem nur eine Meldung stand: ‚Normalbetrieb – Status grün‘.“

Wo mag sich dieses Kontrollzentrum befinden? Warum ist alles verlassen? Müssen wir uns Sorgen machen?

Aber nein, der Status ist ja auf grün!

Aber ob er so bleibt? Ich bin selbst gespannt!

Wenn es Neuigkeiten gibt, melde ich mich!

#Tatort Helikopter über der Nordsee …

„Der Hubschrauber vom Typ MIL MI-26 bot nicht das geringste Maß an Bequemlichkeit. Er saß auf einem harten Plastiksitz hinter der Pilotenkanzel und bemühte sich, nicht nach draußen zu sehen, wo die Nordsee ihre graue Wellen gegeneinander schleuderte. Kopfhörer dämmten den Lärm des Helikopters. Neben dem Piloten saß Peter Freeman und schien den Flug zu genießen.“

Tja, und DALL-E, die Künstliche Intelligenz, die Bilder erstellen kann, hat aus ein paar Stichworten meines aktuellen Schreibprojekts dieses Foto kreiert.

Es passt auch ganz gut zu dem gerade hier herrschenden aktuellen Augustwetter.

Schreibmäßig plane ich, den Held meiner Geschichte gnadenlos hin-und herzuschubsen. Nicht nur in einem Hubschrauber, sondern generell soll das Abenteuer für ihn keine Urlaubsreise werden. Auf dem Sofa herumlümmeln oder Cocktails trinken habe ich für mich vorgesehen. Meine Hauptfigur kann da ruhig ein bisschen Stress vertragen und ein paar Schrammen abbekommen. Er soll sich mal nicht so anstellen. Die Zeiten sind hart.

Klingt das gemein und egoistisch?

Okay, die Zeiten sind nicht nur hart, sondern auch ungerecht!

Sollten trotzdem bessere Zeiten für meine Hauptfigur kommen, werde ich selbstverständlich auch davon berichten.

#Tatort Hotel …

Wie angekündigt berichte ich von nun an ab und zu über mein aktuelles Schreibprojekt. Es ist natürlich alles strengstens geheim. Selbst ich weiß nicht genau, worum es geht …

Aber ab und zu füttere ich DALL-E, die künstliche Intelligenz, die Bilder kreieren kann, mit ein paar Stichworten zum aktuellen Kapitel und lasse mich überraschen, welche Grafik sie ausspuckt. 

Hier ein Stückchen aus dem ersten Kapitel:

Er brauchte nur zehn Minuten, bis er das Hotel Atlantic erreicht hatte. Er trat durch die makellos geputzte Glastür und stand einen Moment unschlüssig in der Empfangshalle des Luxushotels. Dann ging er nach rechts, wo in einem Aufenthaltsbereich um kleine Tische bequeme Sessel standen. Er knöpfte seine Jacke auf, ließ sich an einem unbesetzten Tisch in einen Sessel fallen und zog sein Smartphone aus der Tasche.

Das Bild dazu sieht geheimnisvoll aus? Bestens!

Der Text ist noch ziemlich überarbeitungswürdig, weil ich mir gerade Gedanken mache, ob ‚durch die Glastür treten‘ nicht bedeutet, dass man danach mit Schnittwunden am Körper und jeder Menge Scherben auf dem Boden zurückbleibt…

Ich schreibe zurzeit an der Rohfassung. Das bedeutet, dass ich Text produziere und beim Überarbeiten ohne mit der Wimper zu zucken ganze Kapitel mit der Löschtaste ins Nirvana befördere. Einfach so. Aus der Hüfte geschossen und weg damit. 

Gut, ich gebe zu, manchmal muss ich ein bisschen weinen, wenn ich etwas lösche. Ist ja schließlich mein eigener Text. Ich lösche ihn auch nicht. Ich streiche ihn durch … ganz dünn … Vielleicht kann man ihn noch gebrauchen. 

Soviel für heute.

Wenn es mehr zu berichten gibt, dann berichte ich.

Recherche: Ein Männlein liegt im Walde …

Recherche bedeutet auch, die eigene Komfortzone zu verlassen und wieder einmal Natur richtig zu erleben. Wenn man der alltäglichen Frage nachgeht, ob es möglich ist, z.B. einen menschlichen Körper nachhaltig im Waldboden zu verscharren, kommt man nicht darum herum, das auszuprobieren. Die Leser wollen ernst genommen werden und erwarten zu Recht, dass der Autor alles Mögliche tut, damit seine Geschichte einem Realitätscheck standhält.

Zwar hat mich beim letzten Waldspaziergang meine Familie verwundert angesehen, als ich mit einem Spaten losgezogen und ständig vom Weg gesprungen bin, um eine „geeignete Stelle“ zu finden. Aber sie ist Kummer gewohnt und hilft mir gerne mit guten Ratschlägen weiter, wie beispielsweise dem Hinweis, dass die Pilzsaison noch nicht begonnen hat.

In solchen Phasen muss man souverän bleiben. Logische Erklärungen helfen weiter. Also sage ich in aller Ruhe, dass gute Recherche notwendig ist, nur ein bisschen Zeit, Geduld und guten Willen kostet und dass – verdammt noch mal – mir jemand endlich helfen soll, mich aus dem verfluchten Dornengestrüpp zu befreien!

Um aber auf die Ausgangsfrage zurückzukommen: Man muss schon lange suchen, bis man die richtige Stelle gefunden hat. Und es ist Knochenarbeit, sich durch Wurzelwerk tief genug zu graben, um erfolgreich …. na, Sie wissen schon!

Auf jeden Fall nichts für einen gemütlichen Sonntagsspaziergang.

Novemberblues …

Dunkelheit, Nässe, Kontaktbeschränkung…

Genau die richtige Zeit für ein bisschen Lektüre und die ideale Gelegenheit, sich mit Plätzchen und Tee aufs Sofa zu setzen und Simon Harper bei seinem ersten Abenteuer (welches auch in einem ungemütlichen November spielt) zu begleiten (das war der Werbeblock!).

Dunkelheit, Nässe, Kontaktbeschränkung…

… ist auch die richtige Zeit, sich mit Plätzchen und Tee vor das Notebook zu setzen und weiter an der Rohfassung des nächsten Thriller über den Troubleshooter zu arbeiten. Die derzeitige Lage Harpers ist auch ziemlich ungemütlich, und ich lasse mich mal überraschen, ob er unbeschadet da herauskommt.

Mal abwarten und Tee trinken …

NaNoWriMo …

… hinter diesem kryptischen Kürzel verbirgt sich der National Novel Writing Month, und im November ist es wieder so weit, dass die Aktion, die hinter der Abkürzung steht, stattfindet.

Was steckt dahinter? Im November sollen Schreiber angespornt werden, bis zum Ende des Monats einen Roman mit mindestens 50.000 Wörtern zu schreiben. Den NaNoWriMo gibt es seit 1999 und kommt – natürlich – aus den USA. Ziel ist es, den inneren Zensor in diesem Monat auszuschalten und alles daranzusetzen, den Text zu schreiben. Autoren können sich außerdem vernetzen, gegenseitig ihr Leid klagen und anspornen, um ihr Ziel zu erreichen.

Die aktuelle Statistik für dieses Jahr zeigt, dass bisher knapp 800.000 Autoren teilnehmen und rund 370.000 Romane (zumindest in der Rohfassung) beendet wurden.

Wenn ich mein Schneckenschreibtempo für den Rohentwurf von 500 Wörtern pro Stunde zugrunde lege (ohne Rechtschreibprüfung, zufälliger Zeichensetzung und einer Qualität, die eher Glückssache ist), dann müsste ich täglich 3-4 Stunden schreiben. Dann könnte man schon neidisch werden …

Aber es wird nicht gejammert, zurück zu meinem Projekt: Mein Rohentwurf des zweiten Harper-Thrillers entfernt sich immer mehr vom geplanten Plot. Alles sehr spannend, aber ich muss sehen, dass meine Geschichte so langsam die Kurve kriegt und auf die Zielgeraden einbiegt. Mal sehen, wie das so funktioniert.

Aber das Wichtigste ist erst einmal … am Ball bleiben!

Von Leichen, die in Eichen singen …

Die ersten Seiten der Rohfassung sind geschrieben.
Der Held agiert – wie es sich gehört – heldenhaft, die Schurken sind hinreichend gewissenlos. Alles läuft bisher planmäßig.
Der Bodycount, das ist die Anzahl der Leichen in einem Krimi oder Thriller, ist noch ausbaufähig, aber es sind ja noch ein paar Seiten Zeit.

Wenn ich meine Rohfassung schreibe, dann orientiere ich mich an meinem Plot, den ich vorher verfasst habe. Neue Ideen, die mir beim Schreiben kommen, lasse ich grundsätzlich zu. Regelmäßig gleiche ich aber mein Manuskript mit dem Plot ab, um frühzeitig zu erkennen, ob ich Plot oder Rohfassung ändern muss, damit am Ende ein in sich schlüssiger, spannender Roman herauskommt.

Ein Beispiel aus der Praxis:

In meinem Manuskript lese ich:
„Auf den untersten Zweigen der Eiche hockten zwei Leichen und sangen.“

Zuerst stutzt der Autor. Dann lohnt es sich, systematisch vorzugehen.
1. Prüfung des Plots
Habe ich die zwei Leichen in meinem Plot berücksichtigt? Wenn ja, wird ausreichend begründet, weshalb sie gerade dort singen?

2. Wenn die singenden Leichen nicht im Plot berücksichtigt sind, stellt sich die Frage, ob die Idee originell ist und Spannung verspricht.

In meinem Plot tauchen die Leichen bisher nicht auf , aber die Idee ist originell.
Außerdem ist das Problem der Titelfindung gelöst: „Harper und die singenden Leichen“

3. Also muss der Plot nun entsprechend geändert werden.
Dies ist nun das Problem, welches professionell gelöst werden muss. Seit einigen Tagen führe ich mir die Textstelle immer wieder vor Augen und versuche verzweifelt, mich zu erinnern, weshalb ich in diese eher unwichtigen Passage zwei Leichen hineingeschrieben habe. Und dass sie singen, macht die Lösung des Problems nicht einfacher.

Was habe ich mir nur dabei gedacht?

Und dann kommt mir der undenkbare Gedanke: Habe ich mir überhaupt etwas dabei gedacht?
Vermutlich nicht!
Vermutlich lag es an einem banalen Tippfehler.

Nicht zwei Leichen sangen, sondern zwei Lerchen …

So konnte mit kühlem Kopf und strukturiertem Vorgehen eine entscheidende Stelle des Romans gerettet werden.

Obwohl …
“ Auf den untersten Zweigen der Eiche hockten zwei Lerchen und sangen.“
Klingt nicht besonders aufregend. Ist auch nicht sehr originell. Vermutlich ist es am besten, diesen Satz komplett zu streichen.

Das Abenteuer beginnt …

So, Textverarbeitungsprogramm ist gestartet … alle Einstellungen zur Normseite sind getroffen … Unterlagen liegen parat … Fingerübungen sind gemacht … Wortzähler ist eingeschaltet … eigentlich kann’s losgehen …

Vor ein paar Tagen/Wochen habe ich etwas über das Plotten geschrieben. Mein Handlungsgerüst steht mittlerweile. Ich weiß, wo meine Geschichte startet, welche Wendungen sie nehmen soll und wie sie schließlich spektakulär endet!

Jetzt muss ich sie nur noch aufschreiben…

Und das beginnt mit einer leeren Seite und einer Menge Ungewissheit. Habe ich tatsächlich die Kondition für einen Roman? Spielen meine Figuren mit und halten sich an meinen Plot? Das ist nicht selbstverständlich, denn im Laufe des Schreibens können Figuren ein Eigenleben entwickeln…
Und das kann den ganzen Plot über den Haufen werfen…
Was diesen natürlich auch besser machen könnte…

Also ist alles doch noch unklar und ein Abenteuer. Aber den ersten Schritt muss man machen und der beginnt mit einer leeren Seite. Und es gibt ein Patentrezept, mit welchen Worten man dieses Abenteuer beginnt…