3 TageBuch- on stage

Trotz Corona fand vor gut vier Wochen in Wegberg ein kleines, gut organisiertes Literaturfest statt. Die Organisatoren stellten mit großer Umsicht einige Veranstaltungen auf die Beine, um auch in schwierigen Zeiten Bücherfreunden etwas bieten zu können.

Eine Veranstaltung gab auch regionalen Autoren eine Theater-Bühne.

Stuhl , Tisch, Mikrofon und Autor auf der einen Seite,
knapp 30 interessierte Zuhörer locker verteilt auf der anderen Seite,
vorher und nachher stoß-, diagonal- und querlüften-
so bietet man Corona die Stirn!

3 TageBuch …

… unter diesem Motto läuft kein Weltrekordversuch im Dauerlesen (der im Übrigen bei rund 458 Stunden liegt) oder der Versuch, ein Buch in nur drei Tagen zu schreiben (da wäre ein japanischer Autor der Favorit, der es schaffte innerhalb eines Jahres 52 Bücher zu vollenden).

„3 TageBuch“ ist der Titel eines kleinen Bücherfestivals in Wegberg. Alle Veranstaltungen erfüllen alle möglichen Hygienekonzepte. Trotzdem ist es ein mutiger Schritt der Verantwortlichen, wieder öffentliche Veranstaltungen zu wagen. Und wenn es dann auch noch um Bücher geht, ist das Wagnis besonders groß. 😉

Nicht ganz uneigennützig ist mein persönlicher Veranstaltungstipp. Wenn man auf dem Plakat relativ weit unten schaut … tiefer … noch ein bisschen … genau!

Am Sonntag, dem 20. September 2020, lesen ab 15 Uhr fünf Autoren aus Wegberg und Umgebung aus ihren Büchern.

Also: Termin notieren, Karten besorgen und hinkommen!

Ich würde mich freuen.

Buchhändler vs. Amazon 1:0!

Vielleicht habt ihr es als Amazon-Kunden auch schon gesehen, aber die Lieferzeiten für Bücher liegen mittlerweile im Wochenbereich. Außerdem bestellt Amazon momentan bei seinen Lieferanten scheinbar keine Bücher mehr, sondern nur noch Klopapier (zugegebenermaßen überspitzt und stark vereinfacht ausgedrückt. Den kompletten Artikel kann man hier lesen.)

Deshalb mein Appell: Erinnert euch an eure lokalen Buchhändler! Zwar sind die Geschäfte geschlossen, jedoch nehmen viele Händler Bestellungen entgegen und verschicken sie oder liefern sie selbst aus. Und sie sind schneller als der Online-Gigant.

Also: Bücher lesen und euren lokalen Buchhändler unterstützen!

#Büchertipp: „Der Übergang“ von Justin Cronin

Zugegeben: In Coronazeiten ist dieser Buchtipp nur etwas für Leser mit starken Nerven.
Bei einem medizinischen Experiment werden zwölf Männer mit einem Virus infiziert. Das Experiment schlägt jedoch auf fürchterliche Weise fehl. Die Männer erlangen übernatürliche Kräfte und brechen aus dem Labor aus. Sie töten oder infizieren jeden Menschen, dem sie begegnen. Nur ein bestimmtes Mädchen kann die Menschheit noch retten.

Wie gesagt, in der heutigen Zeit ist das keine Lektüre für jeden. Aber dieser Endzeitthriller ist spannend, schockierend, bewegend. Und er umfasst zusammen mit den beiden Folgebänden „Die Zwölf“ und „Die Spiegelstadt“ rund 2.800 Seiten. Keine schlechten Aussichten in Coronazeiten …

Also: Wer „Harper – Jäger und Gejagter“ bereits gelesen hat, hat meine Erlaubnis, zum „Übergang“ und den zwei weiteren Bänden von Justin Cronin zu greifen.

Schreibratgeber 2: „Das Leben und das Schreiben“ von Stephen King


Das Buch ist, wie der Titel es schon andeutet, zweigeteilt. Der erste Teil ist die Autobiographie Kings über die Anfänge seiner schriftstellerischen Tätigkeit bis zu seinem schweren Unfall und seiner Genesung im Jahr 1999. So erfährt man, dass auch der Großmeister der Horrorstorys klein angefangen hat und es nur einem Zufall zu verdanken war, dass sein erster Roman, der bereits im Papierkorb lag, doch noch veröffentlicht wurde.

Der zweite Teil beschreibt dann tatsächlich das Schreibhandwerk aus Kings Sicht. Er gibt zahlreiche Hinweise zu Figuren, Dialogen und weiteren Themen und illustriert sie mit Beispielen.

Für Fans von Stephen King allein wegen des biographischen Teils ein Muss, Schreibinteressierte finden zahlreiche Anregungen.

Mein Lieblingszitat: „Lesen ist das Kreativzentrum eines Schreibers. Ich habe immer ein Buch dabei und finde immer wieder Gelegenheit, meine Nase hineinzustecken. Man muss sich nur angewöhnen, in kleinen wie in großen Einheiten lesen zu können. Wartezimmer beispielsweise wurden eigens für Bücher erfunden.“ (Stephen King, Das Leben und das Schreiben, Ullstein Verlag, 2000, Seite 164)

Schreibratgeber 1: „Wie man einen verdammt guten Roman schreibt“ von James N. Frey

Mit diesem Beitrag möchte ich beginnen, ein paar Schreibratgeber vorzustellen, die in meinem Bücherregal stehen, und kurz meinen Eindruck anreißen.

Ich starte mit einem Ratgeber, dessen Titel bereits knackig  ist und die Art und Weise, in der Frey sein Wissen vermittelt, ist ähnlich unterhaltsam.

Ein paar Ausschnitte aus dem Inhalt:
– Figuren
– Konflikt, Konflikt, Konflikt
– Prämisse
– ABC des Erzählens
– Rafinessen aus der Trickkiste des Romanautors
– Die hohe Kunst, gute Dialoge zu schreiben
– Überarbeiten und umschreiben

Dieses Buch macht Mut, seinen Roman zu schreiben. Es ist machbar, wenn man es will, sich nicht entmutigen lässt und diszipliniert bei der Sache bleibt.

Mein Lieblingszitat: „Manchmal fühlt sich Ihr Kopf wie ein Betonklotz an, und Sie können nichts aus ihm herauspressen. Manchmal lesen Sie sich noch einmal durch, was Sie geschrieben haben, und Sie glauben, Sie könnten Ihrem Hund beibringen, es besser zu machen. Manchmal wiederum wissen Sie genau, dass das, was sie geschrieben haben, von einer Billanz jenseits Ihrer kühnsten Erwartungen ist. Sie zeigen es Ihrem Agenten, und er schlägt vor, Sie sollten es vielleicht mal mit einem Arztroman versuchen.“ ( James N. Frey, Wie man einen verdammt guten Roman schreibt, Verlag Emons, 1993, Seite 193)

#Buchtipp: „Der russische Spion“ von Daniel Silva

Der Spionageroman ist tot? Denkste!

Der US-amerikanische Autor Daniel Silva schickt seinen Agenten Gabriel Allon bereits zum 18. Mal auf eine Mission. Diesmal ist der Chef des israelischen Geheimdienstes persönlich anwesend, als ein russischer Überläufer in Wien in Empfang genommen wird. Doch der Überläufer wird ermordet. Allon ist überzeugt davon, dass es einen Maulwurf in den Reihen der westlichen Geheimdienste gibt …

Ein spannender Spionageroman, den man auch genießen kann, wenn man die vorherigen Fälle nicht kennt.

Das Syndikat – Am 8. Dezember ist Krimitag!

Das Syndikat – hinter diesem ‚verdächtigen‘ Namen verbirgt sich eine aktive Gemeinschaft Gleichgesinnter, die – über den gesamten deutschsprachigen Raum verteilt – ihren konspirativen Geschäften nachgehen.

Was ist nun das Ziel dieser dunklen Gestalten? Angst und Schrecken zu verbreiten?

Könnte man so sagen…

Aber auch Spannung, Vergnügen, Ablenkung, Unterhaltung, Wissen und all das, was Bücher sonst noch so bieten können, denn im Syndikat haben sich Krimiautorinnen und –autoren zusammengefunden.

Höhepunkt der Aktivitäten ist einmal im Jahr die Criminale. Diese findet in 2020 in Hannover statt.

Aber ein weiteres Ereignis steht vor der Tür, bei dem sich Krimiautoren präsentieren:  am 8. Dezember ist Krimitag mit vielen über den gesamten deutschsprachigen Raum verteilten Veranstaltungen.

Hier findest du eine Übersicht. Mit Sicherheit ist auch etwas in deiner Nähe.

Leserunde bei Lovelybooks: Diskussionen und Rezensionen

… und ich habe bereits die ersten Rückmeldungen erhalten.
Vielen Dank an alle Leserinnen und Leser, die sich die Mühe gemacht haben, Rezensionen zu schreiben und für das überaus positive Feedback.

Sehr interessant ist es, wie einzelne Figuren des Romans von verschiedenen Lesern gesehen werden. Sind sie sympathisch, undurchschaubar, naiv? Und wollte ich diese Figur genauso zeichnen? Wie wird das Ende beurteilt? Ist es gelungen, die Leser zu überraschen?

Die Rückmeldungen sind wichtig für mich und zeigen, ob die Konstruktion des Romans stimmig ist und Spannung und Figuren den Leser gefangen halten.

Mein Tipp für Leser: Bei Lovelybooks reinschauen und mitmachen!
Mein Tipp für Autoren: Leserunde eröffnen und mitdiskutieren!

Erster Troubleshooter-Fanshop endlich eröffnet

Okay, das ist ein bisschen übertrieben. Kein Fanshop, aber immerhin rund ein Quadratmeter Ausstellungsfäche, die ich bei der Buchausstellung der Katholischen Bücherei Dalheim belegen konnte.
An zwei Nachmittagen wurden dort Buchneuheiten vorgestellt und Kaffee getrunken und Kuchen gegessen. Regionale Aussteller verkauften Weihnachtliches und ich durfte ‚Harper – Jäger und Gejagter‘ präsentieren.

Und mein Fazit:
1. Gute Gespräche
2. Viele Menschen interessieren sich dafür, wie ein Buch entsteht
3. Es gibt mehr Menschen, die schreiben, als man so annimmt
4. Neue Kontakte im regionalen Bücherumfeld

Mein Tipp für Leser: Auch kleine Buchausstellungen lohnen sich!
Mein Tipp für Autoren: Auch kleine Buchausstellungen lohnen sich!

Lesen verbindet!


%d Bloggern gefällt das: